Württembergischer Schützenverband 1850 e.V.

SGi Ludwigsburg gegen den SV Kelheim GmündDie Pistolenschützen haben am vergangenen Wochenende die Bundesligasaison 2019/2020 eröffnet. Mit vier württembergischen Mannschaften sind wir in der obersten deutschen Liga vertreten, darunter der amtierende Deutsche Meister aus dem Vorjahr, die SGi Ludwigsburg.

Die Ludwigsburger hatten es zu Beginn der Saison mit einem Auftaktwochenende der Superlative zu tun. Eine langsame Eingewöhnung an die neue Saison war nicht möglich, denn ab dem ersten Schuss musste Topleistung abgerufen werden. Mit dem letztjährigen Südmeister SV Waldkirch und dem „Profiteam“ vom SV Kelheim warteten die wohl stärksten Gegner dieser Saison auf die Schützengilde. Wie erwartet waren beide Partien hochspannend bis zur letzten Minute. Am Samstag verloren die Württemberger mit 2:3 Punkten gegen das junge Waldkircher Quintett, die im Endspurt auf zwei Positionen den knappen Vorsprung auf ihre Seite holen konnten. Umso motivierter aber auch angespannter traten die Ludwigsburger am Sonntag gegen den SV Kelheim an die Feuerlinie – ein inzwischen traditionelles Spitzenduell vor Heimpublikum der Bayern. In der Halle herrschte beste Stimmung, beide Mannschaften wurden von ihren Fanblocks lautstark unterstützt. Bis zur letzten Minute war das Match offen, die Führung wechselte im gesamten Wettkampfverlauf von einer auf die andere Seite, doch zum Schluss hieß der strahlende Sieger: SGi Ludwigsburg. Mit 3:2 Punkten sicherten sich Asgeir Sigurgeirsson, Kevin Venta, Aaron Sauer, Julia Hochmuth und René Potteck zwei wichtige Mannschaftspunkte.

 

Sgi WaldenburgFür die Sgi Waldenburg war es beim ersten Wettkampf der Saison ein Auftakt nach Maß. Mit starken Ergebnissen konnten sie die SSG Dynamit Fürth mit 3:2 Punkten besiegen. Das höchste Ergebnis erzielte dabei der Portugiese Joao Costa auf der Position 1 für Waldenburg. Dennoch reichten seine 386 Ringe leider nicht aus, um gegen eine starke Sandra Reitz anzukommen. Sie schoss mit 389 Ringen Tagesbestleistung im Süden. Ein Ausrufezeichen setzte Doreen Vennekamp auf der fünften Position. Gegen 384 Ringe hatte ihr direkter Gegner keine Chance und für die frischgebackene Mannschaftseuropameisterin mit der Sportpistole war es ein Start-Ziel-Sieg in diesem Wettkampf. Am nächsten Tag trafen die Waldenburger auf die HSG München und Kenner der Szene wissen, dass auch dies ein Spitzenduell ist. Ausgeglichene Partien auf nahezu allen Positionen brachten große Spannung für die Zuschauer mit sich und diese war kaum zu übertreffen, als nach 50 Minuten feststand, dass die Begegnung bei einem Stand von 2:2 Punkten im Stechen entschieden werden muss. Bundesliganeuling Christian Freckmann (Waldenburg) und Andreas Martin (HSG München) trennten sich mit 377:377 Ringen. Ein Stechschuss genügte, um den Sieger zu ermitteln. Acht zu neun aus Sicht der Waldenburger bedeutete, dass der Sieg nach Bayern ging.

 

SV Murrhardt KarnsbergMit den Münchnern hatte es der SV Murrhardt-Karnsberg am ersten Tag zu tun. Trotz des in Summe höheren Mannschaftsergebnisses gelang es den Württembergern leider nicht, die HSG zu besiegen. Lediglich zwei Ringe trennten die zweite und dritte Position voneinander, aber mit Vorteil bei den Bayern. Für den dritten Punkt sorgte die Topschützin Olena Kostevych auf Position eins. Sie siegte in gewohnt eigenem Rhythmus deutlich gegen Patrik Lengerer aus Murrhardt. Damit war das Endergebnis von 2:3 besiegelt. Am zweiten Tag traten die Murrhardter gegen den Vortagessieger ESV Weil am Rhein an. Und hier wurde es dramatisch. Auf den Positionen eins und zwei gingen die Punkte deutlich nach Südbaden. Die Positionen drei und vier hingegen nach Württemberg – Ausgleich. Entschieden wurde der Wettkampf also ganz hinten. Bei einer eigentlich „deutlichen“ Führung durch Luca Schröder (Weil am Rhein) schien für den SV Murrhardt-Karnsberg keine Hoffnung mehr. Doch wie schon so oft bewiesen zeigte sich auch diesmal wieder: „Abgerechnet wird nach dem letzten Schuss“ und so kam es, dass nach regulärer Wettkampfzeit beide Sportler 371 Ringe auf dem Monitor zu stehen hatten. Ein Stechen musste auch hier entscheiden wer als Sieger vom Stand geht. Und dieses entschieden die Murrhardter für sich und drehten damit den Wettkampf zu ihren Gunsten.

 

SV Altheim WaldhausenDer SV Altheim Waldhausen konnte etwas ruhiger in die Saison starten – zumindest auf dem Papier. Doch so ruhig wurde es im ersten Wettkampf dann doch nicht, denn Aufsteiger SG Edelweiß Scheuring hielt gut dagegen. Bei exakt gleichem Mannschaftsresultat gelang es den Altheimern aber mit mehr Bundesligaerfahrung und Routine drei Einzelpunkte nach Hause zu holen und sich damit den Sieg zu sichern. Anders am Sonntag – hier trafen die Württemberger auf das junge Team aus Waldkirch, an dem am Vortag bereits die Ludwigsburger knapp scheiterten. Noch beflügelt vom Vortag zeigten die Bayern tolle Ergebnissen und gingen mit 5:0 als Sieger vom Stand. Für den SV Altheim Waldhausen war hier kaum eine Chance zu punkten.

 

Alle vier württembergischen Teams beendeten das Auftaktwochenende mit je einem Sieg und einer Niederlage und reihen sich als Quartett auf die Plätze 7-10 in die Tabelle ein.  

 

Weitere Informationen zur Bundesliga-Saison 2019/2020 Pistole

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