Württembergischer Schützenverband 1850 e.V.

Max Braun am SchießstarndDeutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich und Italien – alle diese Nationen trafen sich vom 05.-09.06.2019 auf der Olympiaschießanlage in München-Hochbrück zum Alpencup 2019. Gastgeber war in diesem Jahr die Deutsche SchützenJugend. Insgesamt 75 Nachwuchssportler aus diesen fünf Ländern kamen nach München, um in den Disziplinen Gewehr und Pistole sowohl Einzelerfolge, aber auch Punkte für die Gesamtnationenwertung zu sammeln. Der Junioren-Wettkampf ist dabei für viele junge Sportlerinnern und Sportler der erste internationale Einsatz ihrer noch jungen Karrieren. Nicht so für ein uns sehr bekanntes Gesicht: Max Braun. Wenige Tage zuvor wurde er von Erwachsenen-Bundestrainer Claus-Dieter Roth beim Heimweltcup in München eingesetzt, bei den diesjährigen IWKs war er sehr erfolgreich. Max hat also bereits internationale Wettkampferfahrung und zeigte diese in Höchstform auch beim Alpencup. Als erfolgreichster Teilnehmer beendete er den Wettkampf. Seine Bilanz: 5 Gold-, 1 Silber- und 1 Bronzemedaille in vier Wettkämpfen. Und am Ende noch den Nationenpokal für das gesamte deutsche Team.

Bei seinem ersten Start beim Alpencup in München mit dem Luftgewehr setzte sich der 18-jährige schon nach dem Vorkampf an die Spitze des Feldes. Mit 625,8 Ringen ging er als Qualifikationsbester in das Finale der Top-Acht. Dort zeigte Max, dass die Konkurrenz an ihm vorbei müsse, wenn sie ganz oben auf dem Treppchen stehen will. Von Beginn an dominierte er das Feld und gewann am Ende mit einem Finalergebnis von 248,3 Ringen den Wettkampf – seine erste Goldmedaille an diesem Wochenende. Schon bei der Siegerehrung folgte dann Gold Nummer zwei, da das deutsche Team mit dem Luftgewehr (Max Braun, Bastian Blos und Maximilian Ulbrich) ebenfalls gewann. Doch damit noch nicht genug an diesem Tag. Wenig später folgten die Goldmedaillen drei und vier.

Noch am selben Tag stand nämlich der Wettkampf KK 60 liegend auf dem Programm. Hier setzte sich Max erneut an die Spitze des Feldes und siegte mit 621,3 Ringen vor dem Österreicher Stefan Wadlegger und dem Schweizer Lukas Roth. In der Mannschaftswertung konnten sich die drei deutschen Sportler Max Braun, Dominik Fischer und Luc Dingerdißen mit deutlichem Vorsprung vor Österreich und Italien über Platz 1 freuen. Damit rundete Max seinen vierfachvergoldeten ersten Wettkampftag beim Alpencup in München ab.

Mit neuer Energie und gleich hoher Motivation startete Max in den zweiten Tag in München. Dabei wurde schnell klar – auf seinen Erfolgen des Vortages ruht er sich nicht aus – ganz im Gegenteil. Mit 1169 Ringen im KK 3x40 beendete er den Vorkampf als zweitbester hinter dem Österreicher Andreas Thum. Im Finale wiederum zeigte Max sein ganzes Können und seine Nervenstärke und ging auch aus diesem Wettbewerb als Sieger hervor. Vier Zehntel Vorsprung reichten nach 45 Finalschüssen, um Goldmedaille Nummer fünf mit nach Hause nehmen zu können. In der Mannschaftswertung kam das Team Deutschland auf Platz zwei hinter Frankreich. Die insgesamt sechste Medaille für Max im dritten Wettkampf.

Wettkampftag drei hielt den Luftgewehr Mixed Team Wettkampf bereit. Gemeinsam mit Johanna Tripp qualifizierte sich Max Braun nach zwei Vorrundenwettkämpfen à 30 Schuss in 30 Min für das anschließende Medaillenfinale um Bronze. Hier traten die beiden gegen das zweite deutsche Team an und setzten sich mit 16:14 nach Punkten durch. Damit rundet Max einen vollständigen Medaillensatz ab und nimmt auch eine Bronzemedaille mit.

Neben Max Braun war auch ein weiterer WSV-Schütze im Aufgebot des deutschen Teams. Christoph Lutz kämpfte in der Disziplin Schnellfeuerpistole um die Medaillen mit. Mit 569 Ringen im Vorkampf qualifizierte er sich als Drittplatzierter für das Finale der besten sechs. Mit vier deutschen Startern im Finale zeigte sich hier die Stärke der deutschen Pistolenschützen, die am Ende auch die Plätze eins bis drei belegen konnten. Die Bronzemedaille ging dabei an unseren Nachwuchsschützen Christoph Lutz. 19 Treffer brachten ihm einen Platz auf dem Podest. Gewonnen hat Florian Peter vor Stefan Max Holl – beide ebenfalls aus dem deutschen Team. Und so überrascht es auch nicht, dass die Mannschaftsmedaille für Deutschland ebenfalls Gold glänzte. Christoph Lutz, Florian Peter und Florian Jäger gewannen mit 32 Ringen Vorsprung vor Frankreich und Italien.

Sie finden alle Ergebnisse des Alpencups unter: http://results.sius.com/Events.aspx?Championship=04626ede-bd1c-4fe5-b9e5-0e60626c0763

WSV Vorderlader Schützen

Das Schützenhaus in Pforzheim war wieder einmal mehr Austragungsort der Vorderlader Rangliste vom 09.-12.05.2019. Rund 90 Schützinnen und Schützen trafen sich hier, um in verschiedenen Disziplinen ihre Sieger zu ermitteln. Doch nicht nur das, gleichzeitig dient die Rangliste immer auch der Qualifikation für die Vorderlader Nationalmannschaft und in diesem Jahr für die Europameisterschaft im ungarischen Sarlóspuzsta, die vom 10.-18.08.2019 stattfindet. Für den Württembergischen Schützenverband traten insgesamt 15 Kugelschützen, drei Damen und zwei Flintenschützen an, von denen es sieben Sportler in das Nationalmannschaftsaufgebot des Deutschen Schützenbundes und damit auch in das EM-Team schafften. Andreas Stock, Michael Sturm, Joachim Haller, Franz Lotspaich, Alfred Bailer, Achim Bailer und Robert Wägeli (siehe Foto) werden auch in diesem Jahr international auf Medaillenjagd gehen.

Bei der Rangliste belegte Joachim Haller in der Disziplin Colt den zweiten Platz mit 184 Ringen. Ihm fehlte nur ein Ring auf den Erstplatzierten. Michael Sturm hingegen konnte seinen Wettkampf (Pennsylvania) für sich entscheiden, trotz Ringgleichheit mit dem Zweiplatzierten. Beide erreichten 194 Ringe. Auch Franz Lotspeich konnte seinen Wettkampf in der Disziplin Manton gewinnen. 92 Scheiben brachten ihm den ersten Platz mit der Vorderladerflinte. Ebenfalls gewonnen hat Robert Wägeli in der Disziplin Minie Original mit 181 Ringen. Auch er war ringgleich mit dem Zweitplatzierten. Achim Bailer setzte die Siegesserie der Württemberger fort und gewann die Disziplin Whitworth mit 197 Ringen. Die Plätze zwei und drei in der Disziplin Mariette gingen auch nach Württemberg. Andreas Stock und Joachim Haller kamen hier auf 189 und 188 Ringe. Robert Zipperer durfte sich über Platz drei freuen mit 180 Ringen in der Disziplin Cominazzo. Perfekte 200 Ringe für Michael Sturm in der Disziplin Tanegashima bedeuteten Platz eins und damit den zweiten obersten Podestplatz für ihn. Gleiches Ergebnis, gleicher Podestplatz und damit den dritten Sieg holte Sturm im Vetterli. Alfred Bailer konnte in der Disziplin Minie Replika mit 186 Ringen Platz zwei belegen und eine weitere Platzierung, nämlich Platz drei, in der Disziplin Maximilian mit 187 Ringen.

Unsere Sportler Achim Bailer, Alfred Bailer, Joachim Haller, Franz Lotspeich, Andreas Stock, Michael Sturm und Robert Wägeli werden für Deutschland bei der Europameisterschaft im August an den Start gehen. Sie wollen dort an vergangene Erfolge anknüpfen und möglichst viel Edelmetall mit nach Hause bringen. Dabei starten sie in den folgenden Disziplinen:

Achim Bailer Alfred Bailer Jochim Haller Franz Lotspeich Andreas Stock Michael Sturm Robert Wägeli

- Maximilian

- Minié

- Whitworth

- Vetterli

- Tanegashima

- Hizadai

- Pennsylvania

- Lamarmora

- Maximilian

- Minié

- Miquelet

- Vetterli

- Tanegashima

- Hizadai

- Pennsylvania

- Lamarmora

- Mariette

- Minié

- Miquelet

- Lamarmora

- Cominazzo

- Kuchenreuther

- Colt

- Mariette

- Donald Malson

- Lorenzoni

- Manton

- Cominazzo

- Kuchenreuther

- Colt

- Mariette

- Donald Malson

- Maximilian

- Minié

- Whitworth

- Vetterli

- Tanegashima

- Hizadai

- Pennsylvania

- Minié

- Whitworth

- Vetterli

- Lamarmora

- Kuchenreuther


Somit erzielten unsere WSV Sportler bei der Rangliste zusammen sechs erste, drei zweite und drei dritte Plätze und zahlreiche weitere gute Platzierungen. Sieben von ihnen konnten sich für die Nationalmannschaft und damit für die Europameisterschaft qualifizieren. Wir gratulieren allen ganz herzlich für ihre Erfolge.

Die vollständigen Ergebnisse der Rangliste finden Sie auf der Hompage des DSB.

Foto: DSB - Target Sprinter

Zu Gast im italienischen Auer konnten unsere Target Sprinter auf der ersten von drei Stationen der ISSF World Target Sprint Tour richtig viele Medaillen sammeln.

Unschlagbar waren die deutschen Damen im Staffelrennen. Hier gingen alle drei Medaillen nach Deutschland, erst auf dem vierten Platz folgte die Gastgebermannschaft. Ganz oben stand das Team um WSV Sportlerin Anja Fischer, die gemeinsam mit ihren Kolleginnen Jana Landwehr und Kerstin Schmidt mit über einer Minute Vorsprung ins Ziel lief. Im Einzelwettkampf belegte Anja Fischer den dritten Platz und sicherte sich so die Bronzemedaille.

Bei den Juniorinnen stand erneut ein uns bekanntes Gesicht ganz oben auf dem Podest. Weltmeisterin und unsere WSV Sportlerin des Jahres 2018 Madlen Guggenmos sicherte sich Gold in ihrem Rennen.

Auch bei den Männern riss der Medaillenregen nicht ab. Platz zwei ging an das Team „Germany 1“, bei dem neben Sven Müller und Marco Wagner unser württembergischer Target Sprinter Dominik Hermle mitlief. „Germany 2“ mit den Sportlern Philipp Mast (WSV), Marc Bischof und Christoph Larasser gewann knapp dahinter Bronze.

Für Dominik Hermle und Philipp Mast gab es auch im Einzelrennen jeweils eine Medaille. Einen überragenden Wettkampf zeigte Dominik Hermle und lief als Erster über die Ziellinie. Philipp Mast wurde Zweiter bei den Junioren und konnte somit neben der Mannschafts-Bronzemedaille auch eine Silberne mit nach Hause nehmen.

Die Sportler berichteten von einer tollen Veranstaltung und rekordverdächtigem Wetter mit hochsommerlichen Temperaturen. So konnten einige Sportlerinnen und Sportler neben Medaillen auch neue persönliche Bestleistungen aufstellen.

Wir gratulieren allen Sportlern ganz herzlich zu ihren Erfolgen und freuen uns auf den Halt der World Tour in Suhl vom 12.-14. Juli 2019.

 

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